Dafür stehe ich: Klimaschutz in Europa und Aying

Am 24. Mai 2019 war der zweite weltweite Aktionstag der Friday-For-Future-Bewegung. Alle Medien waren gefüllt mit bewegenden Bildern tausender Jugendlicher in über 200 deutschen Städten, die auf den Straßen für Klimaschutz demonstriert haben. Alleine für München schwankten die Teilnehmerzahlen zwischen fünf- und zehntausend.

Wenn ich diese Bilder sehe und die Berichte dazu lese, fallen mir drei Dinge spontan ein: Hoffnung – Europa – Aying

Hoffnung:

Diese Generation gibt mir Hoffnung! Nicht nur, weil sie offensichtlich gerade die einzige ist, die etwas bewegen und somit möglicherweise die schlimmsten Klimakatastrophen noch abwenden kann. Nein, sie macht mir auch Hoffnung, weil die Jugendlichen dieser Generation zu dem geworden sind, was wir – die Eltern, die Lehrkräfte, die Erzieher*innen – uns immer für sie gewünscht haben: mündige Bürger*innen, sie sich für uns alle, für unsere Umwelt und unseren Lebensraum engagieren. Sie tun das mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, scheuen dabei keine Mühen, lassen sich weder von schlechtem Wetter, noch von Strafandrohungen oder bösen Kommentaren abhalten. Sollten wir da nicht alle wirklich stolz sein auf unsere Kinder? Ist das nicht die politische Bildung, die wir immer fordern?

Ich jedenfalls bin stolz! Als mir mein Sohn am 24.5. um 6:00 Uhr früh diese Aufnahme geschickt hat mit dem Kommentar: „Hab jetzt Schicht“ wusste ich, dass mich eine eins in Latein nie so glücklich machen würde. Ab Donnerstag Nachmittag Bühne aufbauen, dann die ganze Nacht in Schichten die Bühne bewachen, abwechselnd in Lautsprecherwagen schlafen, um 7:30 Uhr heimfahren, frühstücken, duschen und wieder los zur Demo. Danach bis spät abends abbauen…

Europa

Auf dieser Hoffnung, die uns unsere Kinder gerade geben, indem sie alles dafür tun, um endlich einen wirksamen Klimaschutz einzuleiten, dürfen wir uns nicht ausruhen. Der Mut, das Engagement, die vielen ehrenamtlichen Stunden der jungen Generation müssen belohnt werden, wenn wir nicht riskieren wollen, dass wir das alles ins Gegenteil verkehren: in Entmutigung, Verzweiflung oder sogar Wut. Ein starkes Zeichen haben die deutschen Wähler*innen zu meiner Erleichterung bei der Europawahl am 26. Mai gesetzt, indem dort mit über 30% Parteien gewählt wurden, die sich für echten Klimaschutz einsetzen. Meine Wahl war die Partei von die Bündnis 90/Die Grünen, doch wichtig war vor allem, nicht diejenigen zu wählen, die entweder den menschgemachten Klimawandel leugnen oder diejenigen, die seit Jahren von Klimazielen nur schwadronieren und nichts umsetzen, weil Lobbyinteressen bei ihnen auf größeres Gehör stoßen als unsere Jugendlichen.

Aying

Europaweite Bestimmungen machen vieles erst möglich, durch Fördermaßnahmen und vor allem durch richtige Vorgaben (Rahmenbedingungen). Doch mit guten Klimaschutzmaßnahmen können wir auch jetzt schon anfangen. Noch braucht es für jeden kleinen Schritt auf kommunaler Ebene viel Überzeugungsarbeit und nicht selten scheitert diese, doch davon lasse ich mich nicht entmutigen. Während die Jugendlichen demonstrieren, habe ich die Möglichkeit, mich bei unserer Ayinger 29++-Klimaschutz-Initiative zu engagieren. Ich selbst habe sie mit-gegründet, bin seit Anfang an dort aktiv und versuche auch weiterhin, viele Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde zum Mitmachen zu bewegen. Wir bringen dort unsere Ideen zusammen, starten Projekte zu den Themen „Energie“, „Mobilität“ und „Konsumverhalten“ und als Bürgermeisterkandidatin verspreche ich, dass ich Alles tun werde, um diese Klimschutz-Initiative zum Erfolgsprojekt von Aying zu machen. Darum macht mit, Ihr tut es in erster Linie für Eure Kinder! https://29plusplus-aying.de 

Bilder: Demo-Plakat (Fotograf: Wolfgang Schmidhuber), Theresienwiese bei Sonnenaufgang (Fotograf: Frank Squarra), Infostand zur Europawahl in Peiß (Fotograf: Andreas Wolf)

Aying, 10. Juni 2019