Nominierung als Bürgermeisterkandidatin

Am Freitag, den 29. März 2019 fand im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung meine Nominierung als Bürgermeisterkandidatin der Ayinger Grünen statt. Dazu hatten wir in den Kastanienhof eingeladen, also in das Lokal, in dem wir unseren Ortsverband vor über fünf Jahren, am 5.11.2013, gegründet hatten. Damals wurden wir tatkräftig unterstützt von Christoph Nadler, dem Vorsitzenden der Grünen Kreistagsfraktion München-Land, und auch diesmal war er wieder dabei. Er leitete, nach der Begrüßung durch unseren Kassier Paul Vorsatz, die Nominierung fachkundig an.

Rund 40 Gäste sowie ein Vertreter der Presse waren gekommen und füllten den Nebenraum bis auf den letzten Platz. Für mich war es sehr bewegend zu sehen, wie groß das Interesse an unserer Art, Kommunalpolitik in Aying zu machen, in den letzten Jahren geworden ist und wie viele Menschen mich bei meiner Kandidatur unterstützen. Mit einer knapp 20-minütigen Rede habe ich deshalb versucht, kurzweilig und sehr persönlich die Dinge anzusprechen, die wir bewegen und voranbringen könnten, wenn ich Bürgermeisterin von Aying wäre und – das ist mir an dieser Stelle sehr wichtig – wenn wir ab 2020 eine starke Gruppe Grüner Gemeinderatsmitglieder hätten.

Meine Vorstellungen zu meiner Arbeitsweise als Bürgermeisterin habe ich versucht, mit diesen beiden Kernaussagen zusammenzufassen:

  1. „Wenn wir wollen, dass unsere Gemeinde ökologisch, fahrradfreundlich, sozial und gerecht wird, dann müssen wir bei uns selbst anfangen. Die Gemeinde hat eine große Vorbild-Funktion, schöpft diese jedoch bei weitem nicht aus. Wir sollten umstellen auf nachhaltige Beschaffung, dürfen bei eigenen Grundstücken keine Bieterverfahren zulassen, die Barrierefreiheit ist in Aying noch sehr ungenügend umgesetzt und ich könnte mir auch vorstellen, einen Jugendrat einzuführen, den es in anderen Gemeinden bereits gibt.“
  2. „Mehr Gemeinsamkeit, mehr Mitsprache, mehr Unterstützung von Außen in das Rathaus hineinholen; dafür werden wir belohnt mit mehr Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungen, die letztlich im Gemeinderat getroffen werden müssen. Die Leute wollen nicht nur alle sechs Jahre ihre Stimme abgeben und ansonsten alles gutheißen, das klappt einfach nicht mehr.“

Im Anschluss an meine Worte forderte Christoph Nadler alle anwesenden Ortsverbandsmitglieder und die Gäste auf, mit ihrer Stimmkarte anzuzeigen, ob sie mit meiner Nominierung für die Ayinger Grünen einverstanden sind. Das einstimmige Ergebnis hat mich nicht nur sehr gefreut, ich werte es auch als einen Vertrauensvorschuss, dem ich im Laufe des Wahlkampfes und darüber hinaus gerecht werden möchte.

Bild: der Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion und Landratskandidat Christoph Nadler mit mir im Kastanienhof (Fotografin: Yvonne Jurisch)